EU-Treffen
Minister Claude Turmes zur Energieversorgung: „Verschiedene Industrien könnten Betrieb einstellen müssen“
Die EU-Energieminister sind am Montag in Luxemburg zusammengekommen. Der Grund: der von Russland angekündigte Lieferstopp für Gasexporte, die schon heute nur noch gedrosselt den Weg nach Europa finden. Luxemburgs Energieminister Claude Turmes präsentierte den Plan der EU für den Winter – falls Russland den Gashahn komplett zudrehen sollte.
Energieminister Turmes präsentiert die auf dem EU-Ministertreffen getroffenen Maßnahmen Foto: Editpress/Didier Sylvestre
Die EU-Energieminister sind am Montag in Luxemburg zusammengekommen, um das weitere Vorgehen in der Energiekrise zu besprechen. „Die Situation ist nicht gerade rosig“, sagte der Luxemburger Energieminister Claude Turmes („déi gréng“) auf einer Pressekonferenz am Montag auf Kirchberg. Gazprom werde Westeuropa nicht mehr mit Gas beliefern, über die Pipeline Nord Stream 1 sei die Zufuhr bereits gedrosselt worden. „Wir müssen uns darauf einstellen, dass Russland die Gaslieferungen auf null herunterfährt“, sagte Turmes. Auch deshalb sei es wichtig gewesen, dass die Energieminister den Vorschlag der EU-Kommission am Montag angenommen hätten. Der besage, dass sich die Länder dazu verpflichten, die Gasspeicher bis November zu mindestens 80 Prozent der Gesamtspeicherkapazität wieder aufzufüllen. Im darauffolgenden Winter sollen sie zu wenigstens 90 Prozent gefüllt sein.