Euthanasie

Mehrheit befürwortet Sterbehilfe, fühlt sich aber schlecht informiert

Vor mehr als zehn Jahren hat sich Luxemburg ein Gesetz über die Sterbehilfe gegeben. Bis Ende 2018 wurde dieses Gesetz 71 Mal in Anspruch genommen. Eine Mehrheit der Menschen in Luxemburg befürwortet ein solches Gesetz, doch die meisten fühlen sich unzureichend informiert.

Dr. Jean-Claude Schmit, Dr. Carlo Bock, Lotty Prussen und Dr. Paul Rauchs zogen am Montagmorgen Bilanz über zehn Jahre Euthanasiegesetz

Dr. Jean-Claude Schmit, Dr. Carlo Bock, Lotty Prussen und Dr. Paul Rauchs zogen am Montagmorgen Bilanz über zehn Jahre Euthanasiegesetz Foto: Editpress/François Aussems

In den Jahren 2008 und 2009 beschäftigten sich die Menschen in Luxemburg mehr als sonst mit dem Tod. Ein Gesetzentwurf über die Sterbehilfe sorgte dafür, dass plötzlich in der Politik und in den Medien über dieses sehr persönliche Thema diskutiert wurde. Großherzog Henri hatte im Vorfeld angekündigt, ein solches Gesetz nicht mit seinem Gewissen vereinbaren zu können. Die Verfassung verlangte jedoch, dass der Großherzog Gesetze billigt und verkündet, bevor sie in Kraft treten können. Der damalige Premierminister Jean-Claude Juncker (CSV) kam schnell mit den Fraktionen überein, dass die Verfassung geändert und das Wort „billigen“ herausgenommen wird. Nachdem dieser Schritt getan war, konnte die Vorlage zum Gesetz werden.

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