Mobbing im öffentlichen Dienst
Mehr Prävention, mehr Weiterbildung, aber keine neue Struktur
Mobbing ist eine schlimme Belastung für die Opfer und man muss dagegen vorgehen. Darüber sind sich alle Parteien bei der Aktualitätsstunde zum Thema Mobbing im öffentlichen Dienst einig. Doch darüber, was die Regierung tun sollte, gehen die Meinungen weit auseinander.
Foto: Editpress/Fabrizio Pizzolante
„Déi gréng“ hatten nach mehreren Skandalen rund um Mobbing-Vorwürfe in Gemeindeverwaltungen eine Aktualitätsstunde im Parlament beantragt. Demnach begann auch die Abgeordnete Djuna Bernard mit ihrer Rede die Diskussionsrunde. Sie wolle hier nicht über Einzelfälle sprechen, so die Grünen-Politikerin – ein Satz, der an diesem Nachmittag von allen Sprechern fallen wird –, dennoch hätten die jüngsten Fälle gezeigt, dass es eine Reihe „transversaler Probleme“ im Umgang mit Mobbing-Vorwürfen gebe. In ihren Augen fehle es an einer unabhängigen Instanz, die spezifisch für Mobbingfälle zuständig ist und diese kompetent untersucht. Der „Service psycho-social de la Fonction publique“ könne nämlich nur psychologische Hilfe anbieten und habe keine Weisungsgewalt. Zudem brauche es mehr Weiterbildungen und mehr Unterstützung für ein modernes Management in den Gemeinden, um so präventiv gegen Mobbing vorzugehen.