Infektiologe erklärt

„Man darf niemanden stigmatisieren“: Wie die Definition der Affenpocken-Risikogruppen zustande kommt

Im Zusammenhang mit den wachsenden Infektionszahlen der Affenpocken liest man derzeit häufig „Männer, die Sex mit Männern haben“ unter den Gruppen mit erhöhtem Ansteckungsrisiko. Aber wie genau kommt es überhaupt dazu, dass solche Faktoren es in die Risikogruppenbeschreibung schaffen, und wie verifiziert man den Zusammenhang? Das Tageblatt hat bei einem Luxemburger Infektiologen nachgefragt.

„Man darf niemanden stigmatisieren“: Wie die Definition der Affenpocken-Risikogruppen zustande kommt

Symbolfoto: Niaid/Planet Pix via Zuma Press Wire/dpa

Die erste Reaktion auf die neuen Affenpocken-Ausbrüche in der EU waren bei vielen Menschen zunächst häufig: „Oje, nicht schon wieder das nächste Virus“. Während Experten versicherten, dass die Krankheit keine neue Pandemie auslösen werde, kristallisierte sich immer mehr heraus, dass die Pockenart bestimmte Menschengruppen häufiger erkranken lässt als andere. Immer häufiger fällt die Beschreibung „Männer, die Sex mit Männern haben“ (MSM) bei der Aufzählung der Gruppen mit erhöhtem Infektionsrisiko.

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