Nach Tod von Papst

Luxemburgs Politik und Bistum drücken ihr Beileid aus

Am Ostermontag starb Jorge Mario Bergoglio, der erste lateinamerikanische Papst und erste Jesuit an der Spitze der katholischen Kirche, im Alter von 88 Jahren in Rom. In Luxemburg, das der Papst erst im vergangenen Herbst besucht hatte, ist die Anteilnahme groß.

Der Papst hatte erst im September vergangenes Jahr Luxemburg auf Einladung des Großherzogs besucht

Der Papst hatte erst im September vergangenes Jahr Luxemburg auf Einladung des Großherzogs besucht Foto: Editpress/Didier Sylvestre

„Eine Traurigkeit, die umso größer ist, da wir noch im September das große Glück und die Ehre hatten, ihn bei einem offiziellen Besuch in Luxemburg willkommen zu heißen“, schrieb Großherzog Henri in einem Kondolenzschreiben an den Vatikan. Franziskus sei ein Mann „großen Mitgefühls“ gewesen, ein spiritueller Wegweiser, der sich unermüdlich für die Schwächsten eingesetzt habe – für Flüchtlinge, Benachteiligte und für die Jugend der Welt.

Auch Premierminister Luc Frieden (CSV) zeigte sich bewegt: „Es war eine immense Ehre, Papst Franziskus vergangenen September in Luxemburg zu begrüßen.“ In einem Beitrag auf X (vormals Twitter) erinnerte er an die ethische Autorität, die Franziskus weltweit genoss, und würdigte dessen Beitrag zur Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen, ethischen und ökologischen Fragen: „Unsere Gesellschaften können ohne Werte und Prinzipien nicht überleben.“

Saddened to hear of the passing of His Holiness Pope Francis, a recognized worldwide moral authority.

It was an immense honor to welcome Pope Francis to Luxembourg last September.

As I said on that occasion, religions are part of society and must, in a spirit of mutual respect,… pic.twitter.com/LrULRZVgSJ

— Luc Frieden (@LucFrieden) April 21, 2025

Die Stadt Luxemburg erinnerte in ihrer Pressemitteilung an die Begegnung mit Franziskus bei seinem Besuch am 26. September: „Wir sind dankbar für die Zeit, die er unserer Gemeinschaft gewidmet hat“, so Bürgermeisterin Lydie Polfer (DP) im Namen von Schöffenrat und Gemeinderat. Der Papst sei der Stadt und ihren Menschen mit Wohlwollen begegnet – die Nachricht seines Todes berühre sie tief.

Das Erzbistum Luxemburg betonte in einer ausführlichen Erklärung das Vermächtnis des verstorbenen Kirchenoberhauptes: Franziskus habe sich mutig den schwierigen Themen unserer Zeit gestellt – Missbrauch, Migration, Klimakrise, Krieg. Er sei dorthin gegangen, wo die Menschen am Rand stehen. Die von ihm angestoßene Synodalität, seine Reformen innerhalb der Kurie und sein Einsatz für den interreligiösen Dialog hinterließen bleibende Spuren.

Erzbischof und Kardinal Jean-Claude Hollerich würdigte Franziskus’ Engagement für Geflüchtete und seinen unermüdlichen Einsatz für eine menschlichere Kirche. „Aus einem tiefen Glauben heraus, ernst in der Sache und doch nicht frei von Humor, hat der Papst in weltpolitisch und innerkirchlich schwierigen Zeiten Hoffnung geschenkt und Zeichen der Menschlichkeit gesetzt“, so Hollerich.

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