„Gesondheetsdësch“
Luxemburgs Medizin der Zukunft: Ein Kick-off mit Ambitionen
Universeller Zugang zur bestmöglichen medizinischen Versorgung für alle, allgemeingültige und obligatorische Konventionierung, vorausschauende Planung, therapeutische Freiheit und freie Wahl für die Patienten: die Werte des nationalen Gesundheitssystems sind unumstritten. Bis zum Ende des Jahres soll ein nationaler Gesundheitstisch – zusammengesetzt aus Regierung, Gesundheitskasse sowie Vertretern der Ärzteschaft, Spitäler, Patienten, Gewerkschaften und Arbeitgeber – die Basis für einen nationalen Gesundheitsplan erarbeiten. Der Kick-off der Veranstaltung fand unter der Leitung der zuständigen Minister Paulette Lenert und Romain Schneider statt.
Die Arbeitsmethode des „Gesondheetsdësch“ wurde am Freitag festgelegt, Inhaltliches wurde jedoch noch nicht besprochen Foto: Editpress/Julien Garroy
Nach den teils heftig geführten Auseinandersetzungen rund um das Gesundheitssystem des Landes ist die Veranstaltung konsensorientiert, was deren Motto plakativ unterstreicht: „Zu einer gemeinsamen Vision unseres Gesundheitssystems von morgen.“ Nach der Vorstellung der Methodik, die noch eine gewisse Flexibilität aufweist, verbreiteten Paulette Lenert, Gesundheitsministerin und delegierte Ministerin der sozialen Sicherheit, und Sozialminister Romain Schneider reichlich Optimismus, der von dem einst ärgsten Gegenspieler, der AMMD („Association des médecins et médecins-dentistes“), zwar nicht mit der gleichen Begeisterung, aber immerhin vorsichtig geteilt wurde.