„Gar nicht so schlecht“
Luxemburger Arbeitnehmerkammer stellt Gutachten zum Haushaltsentwurf vor
Die „Chambre des salariés“ hat ihr Gutachten zum Haushaltsentwurf 2026 vorgelegt. Um die Staatsfinanzen stehe es Stand heute „gar nicht so schlecht“. Einen Etikettenschwindel vermutet die Arbeitnehmerkammer jedoch bei den angekündigten Sozialausgaben.
Sylvain Hoffmann hat das Gutachten der CSL zum Regierungshaushalt fürs kommende Jahr vorgestellt Foto: Editpress/Hervé Montaigu
Dass fast die Hälfte der Luxemburger Ausgaben in Sozialpolitik investiert wird, hat sich nicht nur Finanzminister Gilles Roth (CSV) in seiner diesjährigen Budgetrede stolz ans Revers geheftet. Auch seine Vorgänger haben dies ein ums andere Mal getan. „Wir vermuten dahinter einen Etikettenschwindel“, sagte hingegen Sylvain Hoffmann bei der Vorstellung des Gutachtens der Arbeitnehmerkammer am Donnerstag. Denn in den Sozialausgaben würden unter anderem auch Subventionen zur wirtschaftlichen Diversifizierung für Unternehmen, Eu-Transfers, Ausgaben für Entwicklungshilfe und High-Performance-Computer aufgeführt werden. „Auch die Überweisungen an die Mutualitäten der Arbeitgeber sind dort aufgelistet“, sagte CSL-Direktor Hoffmann. „Wenn wir das alles rausrechnen, kommen wir auf 34 Prozent Sozialtransfers – das entspricht viel eher der Realität.“