EU-Kommission

Luxemburg widersetzt sich Vorschlag eines Cannabis-Verbots

Die EU-Kommission plant im Dezember eine Neubewertung von Cannabinoiden (CBD). Sie sollen künftig als Betäubungsmittel gelistet werden. Die Folge wäre ein europaweiter Verbot von allen CBD-Produkten. Chemische CBD-Extrakte hingegen wären nicht davon betroffen. Gegenwind kommt allerdings aus Luxemburg. 

Tilly Metz fordert einheitliche Richtlinien in ganz Europa, was Hanfprodukte angeht

Tilly Metz fordert einheitliche Richtlinien in ganz Europa, was Hanfprodukte angeht Foto: Editpress/Hervé Montaigu

„Der Zugang zu medizinischem Cannabis und CBD-Produkten darf nicht eingeschränkt werden. Europaweit brauchen wir einheitliche Richtlinien, welche die Produktion und den Verkauf von CBD regeln. Es gibt wissenschaftliche Studien, die belegen, dass medizinischer Cannabis und speziell der Wirkstoff CBD bei unheilbaren Krankheiten die Schmerzen lindern kann“, erklärte die luxemburgische Europa-Abgeordnete Tilly Metz („déi gréng“). Ähnlich sahen das die Richter vergangene Woche am Europäischen Gerichtshof auf Kirchberg. Sie kippten ein bestehendes Verbot von CBD-Produkten in Frankreich. Der Wirkstoff CBD rufe „keine psychotrope oder schädliche Wirkung auf die menschliche Gesundheit“ hervor, so die Richter in ihrer Urteilsverkündung. 

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