Nach schweren Erdbeben
Luxemburg schickt Helfer nach Venezuela
Luxemburg unterstützt Venezuela nach verheerenden Erdbeben mit Telekommunikationshilfe. Zwei HIT-Einsatzkräfte und ein Satellitensystem sollen die Kommunikation vor Ort wiederherstellen.
Luxemburg wird dabei helfen, die Telekommunikationsdienste vor Ort wiederherzustellen Foto: Federico Parra/ AFP
Mindestens 589 Menschen sind infolge des schweren Doppelbebens (Stärke 7,2 und 7,5) am Mittwochabend Ortszeit in Venezuela ums Leben gekommen, tausende wurden verletzt (Stand: Freitag, 14.46 Uhr). Seither haben bereits diverse Staaten angekündigt, Hilfe leisten zu wollen, darunter die USA, Deutschland, Frankreich, Spanien, die Schweiz sowie zahlreiche lateinamerikanische Länder.
Luxemburg leistet Hilfe
Auch Luxemburg möchte sich beteiligen. Die humanitäre Hilfe werde im Zuge des Katastrophenschutzmechanismus der Europäischen Union (UCPM) erfolgen, wie aus einer Pressemitteilung der Regierung vom Freitagnachmittag hervorgeht. Das Großherzogtum wird zwei Mitglieder der Einsatzgruppe für humanitäre Einsätze (HIT) des CGDIS zusammen mit einem Satellitenkommunikationssystem „emergency.lu“ entsenden, heißt es weiter.
Ihr Auftrag: Die Wiederherstellung der Telekommunikationsdienste in der Region, damit humanitäre Organisationen ihre Arbeit ungestört verrichten können.
Das Telekommunikationsteam soll am Freitagabend, um 23 Uhr, mit einem Helikopter der Luxembourg Air Rescue abreisen. Der Einsatz wird zu 75 Prozent von der Europäischen Union und zu 25 Prozent von der Direktion für Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe des Außenministeriums kofinanziert. Eine Summe wird jedoch nicht genannt.
Drei weitere HIT-Experten
Zudem werden drei Experten des HIT, ein von der Europäischen Kommission vor Ort entsandtes Koordinierungsteam, verstärken. Sie sollen am Samstagmorgen mit einem Linienflug nach Rom reisen, bevor sie mit einem von der Europäischen Union gecharterten Sonderflug nach Venezuela aufbrechen.
Derzeit sei eine Einsatzdauer von zwei Wochen vorgesehen.