Fairer Handel
Fairtrade in Luxemburg wächst weiter – Umsatz erstmals über 60 Millionen Euro
Hitzewellen und lange Dürreperioden, die zu Ernteausfällen, zur stärkeren Verbreitung von Schädlingen und zu höheren finanziellen Risiken für die Bauern führen, bedrohen den Anbau von Produkten wie Kaffee, Kakao und Bananen, auch jene aus dem fairen Handel. Europa bekommt nun das zu spüren, was in den Ländern des Globalen Südens längst eine ständige Gefahr ist. Derweil erleben Fairtrade-Produkte hierzulande einen Boom.
Fairtrade will mit fair produziertem und gehandeltem Gold gegen illegalen Goldabbau wie hier in Ghana mehr als ein Zeichen setzen Foto: Roboflow Universe
Für Kleinbauern in den Anbaugebieten wie zum Beispiel in Ghana war es eine Existenzfrage, die meisten Verbraucher in den europäischen Industrieländern interessierte es nicht die Bohne. Nachdem der Kakaopreis Ende 2024 durch den Börsenboom ein Rekordhoch von mehr als 12.000 US-Dollar für eine Tonne Kakaobohnen erreicht hatte, stürzte er Anfang dieses Jahres auf 3.000 US-Dollar ab. Von dem Plus hatten die meisten Bauern in dem westafrikanischen Land kaum etwas abbekommen, den Absturz bekamen sie dagegen umso stärker zu spüren. Nach dem Crash blieben viele auf den teuren Bohnen sitzen.