Lastabwurf
Luxemburg ohne Strom – Wie das Land den Blackout verhindern will
Keine andere Ressource bestimmt unser Leben wie die Elektrizität. Wie sicher die Versorgung damit ist, wird vor allem in den Nachbarländern Luxemburgs diskutiert. Dabei ist das Großherzogtum gerade von diesen Ländern abhängig. Was, wenn dort die Produktion ins Wanken gerät? Dafür gibt es einen Notfallplan, der vor allem eines vorsieht: Abschaltungen, damit das Netz nicht zerstört wird. Wir stellen ihn vor.
Ein Hochspannungsmast mit einer 380-Kilovolt-Freileitung in Deutschland Symbolfoto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa
Das europäische Stromnetz ist ein kompliziertes Wesen. Und der Aufwand, diesen Verbund zu managen, der von der Ukraine bis Portugal synchron gekoppelt ist, ist eine Herkulesaufgabe. Die große Herausforderung: Zu jedem Zeitpunkt muss so viel Strom bereitgestellt werden, wie verbraucht wird. Ansonsten schwankt die Frequenz – jener Rhythmus, in dem der Puls des Netzes schlägt: die 50-Hertz-Amplitude des Wechselstromnetzes. Exakt 50 Mal in der Sekunde wechselt die Polarität. Und zwar gleichzeitig in jedem Land, jeder Stadt, jedem Haus und jeder Steckdose.