Statec-Report

Luxemburg hat den niedrigsten Gender-Pay-Gap Europas – teils sind Frauen sogar im Vorteil

Je komplexer Datensätze werden, desto mehr Raum zur Interpretation geben auch daraus abgeleitete Statistiken. Aus der neuesten Veröffentlichung der luxemburgischen Statistikbehörde Statec zu Lohnunterschieden zwischen Frauen und Männern lassen sich jedenfalls einige zunächst anscheinend widersprüchliche Eindrücke gewinnen – je nachdem, an welcher Stelle man in den Report hineinschaut, der sich auf das Jahr 2018 bezieht: Da kann man einerseits feststellen, dass Frauen nach wie vor schnell und geradezu systematisch abgehängt werden, vor allem, wenn sie gering qualifiziert sind und in Teilzeit arbeiten (was bei ihnen sehr oft vorkommt). Es gelingt ihnen aber auch immer besser, in Führungspositionen zu kommen. Und je nachdem, welchen Bildungsgrad und welches Alter man betrachtet, verdienen sie sogar teils deutlich mehr als ihre männlichen Kollegen.

Smile when you’re winning: Junge, gut ausgebildete Frauen haben in Luxemburg in Sachen Lohngefälle gut lachen

Smile when you’re winning: Junge, gut ausgebildete Frauen haben in Luxemburg in Sachen Lohngefälle gut lachen Foto: Pixabay/Editpress/Frank Goebel

Bezogen auf den Stundenlohn beträgt das Lohngefälle zwischen Frauen und Männern nur 1,6 Prozent – womit sogar der „unbereinigte“ Pay Gap der niedrigste in der ganzen Europäischen Union ist.

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