Analyse
Luxemburg driftet nach rechts – Frieden wird wohl neuer Premierminister
Die CSV ist mit Rückkehrer Luc Frieden als stärkste Kraft aus den Nationalwahlen hervorgegangen. Weil die Grünen fünf Sitze und Fraktionsstärke verlieren, führt bei einer Regierungsbildung kein Weg an der CSV vorbei.
Frieden und Bettel: So könnte das künftige Regierungsduo Luxemburgs für die kommenden fünf Jahre heißen Foto: Anouk Flesch
Luxemburg wählt seine Regierung ab und rückt nach rechts. Das sind die zwei großen Erkenntnisse des gestrigen Wahlabends. Die CSV verliert entgegen vorheriger Prognosen keine weiteren Sitze und sichert ihre 21 Abgeordnetenmandate ab. LSAP und DP werden gestärkt, ebenso wie Piraten und ADR. Großer Verlierer des Wahlabends sind „déi gréng“, die von neun auf vier Sitze in der Chamber stürzen. Damit steht fest, dass es keine neue Dreierkoalition mit den Grünen geben wird. Die Piraten haben die angestrebte Fraktionsstärke klar verfehlt, während die Linke ihre zwei Sitze „in extremis“ retten kann. Frank Engel schafft es nicht, einen Sitz mit seiner Partei Fokus zu ergattern. „Liberté-Fräiheet“, Volt, KPL und „déi Konservativ“ sind allenfalls Randerscheinungen am Wahlabend.