Technologie

Luxemburg bekommt seine erste Wasserstofftankstelle

Wird Wasserstoff der Energieträger der Zukunft?

Wird Wasserstoff der Energieträger der Zukunft? Symbolfoto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild

Nach jahrelangem Warten ist es nun so weit: Luxemburg kriegt seine erste Wasserstofftankstelle. Details stellen Transportminister François Bausch („déi gréng“), Energieminister Claude Turmes („déi gréng“) und zwei Vertreter des Mineralölunternehmens TotalEnergies kommenden Mittwoch auf einer Pressekonferenz vor.

„Es muss ein Interesse bestehen, um eine solche Infrastruktur in Luxemburg zu installieren“, erklärte 2017 ein Sprecher des Nachhaltigkeitsministeriums gegenüber dem Tageblatt. Damals schien das Interesse noch äußerst gering zu sein: Die Nachfrage nach einer Wasserstofftankstelle fiel nicht sonderlich groß aus, da zu dem Zeitpunkt in Luxemburg noch kein einziges Wasserstoffauto zugelassen war. Anfragen für Wasserstofftankstellen gab es allerdings schon.

Das Wasserstoff-Auto hat viele Vorteile: Allen voran, es stößt lokal keine Emissionen aus. Es ist ein Elektroauto, das seinen Strom nicht aus einer Batterie bezieht, sondern aus einer Brennstoffzelle. Diese wandelt Wasserstoff in Wasser um – und erzeugt so Strom für den E-Motor. Weiterer Vorteil: Das Auto kann Wasserstoff einfach tanken und braucht keine lange Ladezeit wie Batterien.

Der Haken: Die Technologie ist recht teuer, und zwar sowohl, was die Tankstellen angeht – der Wasserstoff muss mit einem Druck von 700 Bar gespeichert werden – als auch bei den Autos. Neuwagen – etwa der Toyota Mirai und der Hyundai Nexeo – kosten derzeit rund 70.000 Euro. Ein weiteres Problem: Die Herstellung des Wasserstoffs ist relativ energieaufwendig. Von daher konnte sich das Wasserstoff-Auto noch nicht vollends auf dem Markt etablieren.

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