Affenpocken

Lenert: „Nicht möglich, mit Sicherheit zu sagen, ob genügend Impfstoffe zur Verfügung stehen“

Luxemburg hat bisher 1.440 Impfdosen gegen die Affenpocken erhalten. Ob die ausreichen, ist laut Regierung noch unklar. Das schreibt Gesundheitsministerin Paulette Lenert (LSAP) in einer parlamentarischen Antwort.

Lenert: „Nicht möglich, mit Sicherheit zu sagen, ob genügend Impfstoffe zur Verfügung stehen“

Foto: Lea Suzuki/San Francisco Chronicle/AP/dpa

Das Großherzogtum hat bis jetzt 1.440 Impfdosen gegen die Affenpocken erhalten, die Impfungen haben am vergangenen Dienstag begonnen. Die Lieferung sei über den europäischen Mechanismus des „Joint Procurement“ von der „Health Emergency Response Authority“ (HERA) verteilt worden. Luxemburg hat allerdings 2.500 Dosen bestellt. Das schreibt Gesundheitsministerin Paulette Lenert (LSAP) am Donnerstag als Antwort auf eine parlamentarische Frage von Piraten-Abgeordneten Sven Clement. Die Impfstoffe würden nach der Bevölkerungszahl der jeweiligen EU-Mitgliedsstaaten aufgeteilt werden.

„In Europa gibt es sechs Länder – darunter zum Beispiel Frankreich und Deutschland – die prioritär beliefert wurden, weil die Epidemie bei ihnen angefangen hat und sie anfänglich mehr Fälle hatten“, schreibt Lenert. Luxemburg sei Teil der zweiten Auslieferung gewesen – und erwarte „Ende dieses Jahres“ Nachschub. Ein genaues Datum oder die Menge seien noch nicht bekannt. Es sei allerdings möglich, dass andere Länder ihre unbenutzten Dosen anderen EU-Mitgliedsstaaten zur Verfügung stellen.

Momentan sei es noch nicht möglich, mit Sicherheit zu sagen, ob Luxemburg genügend Impfstoffe zur Verfügung stehen, um nach den Empfehlungen des „Conseil supérieur des maladies infectieuses“ (CSMI) zu impfen. Der Grund: Es gebe keine genaue Statistik über die Risikogruppen. Außerdem spiele die Impfbereitschaft der Bevölkerung eine Rolle. Frankreich habe geschätzt, dass sie laut CSMI-Empfehlungen 250.000 Menschen impfen sollen. Obwohl dort schon seit mehreren Wochen geimpft wird, haben sich laut Lenert bisher weniger als 40.000 Menschen den Impfstoff verabreichen lassen. „Zwischen Schätzung und der Realität liegt hier also ein großer Unterschied“, schreibt die Gesundheitsministerin.

Die Deutsche Presse-Agentur (DPA) schrieb am 10. August, dass der EU insgesamt 163.620 Impfdosen zur Verfügung stehen, die teilweise bereits an die Mitgliedstaaten verteilt wurden.

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