Chamber
LSAP will Sonntagsarbeit und Tarifverträge koppeln
Die Chamber diskutiert ein Vorhaben der Regierung, das noch nicht fertig ausgearbeitet ist. Die Standpunkte zum Thema Sonntagsarbeit sind abgesteckt. Die Debatte am Donnerstag lässt für die nächsten Monate einen harten Kampf zwischen Opposition und Regierung vermuten.
Bisher konnten längere Arbeitszeiten am Sonntag nur durch Kollektivverträge realisiert werden Symbolbild: dpa/Julian Stratenschulte
Die Sonntagsarbeit ist ein heißes Eisen für Arbeitsminister Georges Mischo (CSV). Insbesondere, nachdem der Minister die Frage aufgeworfen hatte, ob Tarifverträge in Zukunft auch ohne gewerkschaftliche Beteiligung abgeschlossen werden sollten, stand Mischo im Kreuzfeuer der Kritik. Der nächste Akt folgte zugleich. Die CSV will die Sonntagsarbeitszeit von vier auf acht Stunden erhöhen — ohne entsprechende Ausweitung der Kompensation. Bisher konnten längere Arbeitszeiten am Sonntag nur durch Kollektivverträge realisiert werden. Ein starker Anreiz für viele Unternehmen, sich mit den Gewerkschaften einig zu werden. Laut dem OGBL ließen sich über die Sonntagsfrage viele Tarifverträge aushandeln.