„Lëtzebuerger Modell“
Krankenhausverband verteidigt solidarisches Gesundheitssystem
Das krankenhauszentrierte öffentliche Gesundheitssystem sei ausgezeichnet, urteilt der Krankenhausverband und warnt vor Deregulierung und einer rein marktwirtschaftlichen Logik.
Vor sechs Wochen haben die Hôpitaux Robert Schuman ihre erste Krankenhausantenne im hauptstädtischen Viertel Cloche d’Or eröffnet Foto: Editpress/Didier Sylvestre
Der Verband der luxemburgischen Krankenhäuser FHL brach am Montagnachmittag auf einer Pressekonferenz im Sitz des Verbands in der Aktivitätszone Bourmicht in Bartringen eine Lanze für das solidarische, öffentliche und universelle Gesundheitssystem und verteidigte es – ähnlich wie das „Collège médical“ kürzlich in einem Brief an die Regierung sowie die „Conseils médicaux“ der Spitäler in einem Leserbrief im Wort – gegen die Angriffe, die insbesondere die Ärztevereinigung AMMD in den vergangenen Monaten geritten hat. Am 30. Oktober hatte die AMMD die Konvention mit der CNS gekündigt und eine selektive Konventionierung sowie Tarifautonomie gefordert. Kurze Zeit später war bekannt geworden, dass Teile der früheren AMMD-Spitze mit Investoren aus dem Immobilien- und Finanzsektor auf Findel eine Art Privatklinik eröffnen wollen.