LSAP-Nationalkongress
Konsequent gegen die autoritär-liberal-konservative Rechte
Den mehr oder weniger heftigen Streit, den es im Vorfeld des Kongresses auf verschiedenen zu besetzenden Posten in den Führungsgremien der LSAP gab (wir berichteten), versteckte die Partei gekonnt während ihres Nationalkongresses am Samstag. Die Delegierten gaben den beiden Co-Präsidenten Francine Closener und Dan Biancalana ihre Stimmen für ein weiteres Mandat und Sacha Pulli konnte sich mit knapp 58 Prozent gegen Amir Vesali als Nachfolger von Tom Jungen und neuer Generalsekretär der Partei durchsetzen.
LSAP-Granden im Betzdorfer Syrkuss: Paulette Lenert und Mars Di Bartolomeo Foto: Editpress/Alain Rischard
Hätte nicht Juso-Sprecher Max Molitor es zum Ende des Kongresses für notwendig erachtet, den älteren Parteikollegen, vor allem jenen, „die sich mit Parteiinterna an die Presse wenden mussten“, rhetorisch den Kopf zu waschen, wäre der Zoff im Vorfeld wenig informierten Delegierten wohl komplett verborgen geblieben. Dass ein angedachtes neues Führungsduo Paulette Lenert/Georges Engel nicht zur Wahl antrat und die bisherigen Co-Präsidenten ihre Mandate mit 82,76 Prozent (Biancalana) bzw. 73,56 Prozent (Closener) der abgegebenen Stimmen verlängerten, dass Sacha Pulli sich nach einer Kampfabstimmung (die beide nicht als solche sehen wollten) gegen Amir Vesali durchsetzte, ließ nur erahnen, dass es im Vorfeld personelles, programmatisches resp. geografisch bedingtes internes Tauziehen gab.