Apotheken
Kollektivvertragsverhandlungen gescheitert, weiterer Sozialkonflikt im Gesundheitssektor steht bevor
Die Verhandlungen zwischen dem OGBL und der SPL über einen neuen Branchentarifvertrag für die Beschäftigten der Apotheken sind gescheitert, die Gewerkschaft hat ein Schlichtungsverfahren eingeleitet. Damit droht im Gesundheitssektor der nächste Sozialkonflikt.
In Luxemburg gibt es derzeit 102 öffentlich zugängliche Apotheken Foto: Editpress/Didier Sylvestre
Nachdem die AMMD angekündigt hat, die Konvention mit der CNS zu kündigen – bis Allerheiligen, wie ihr Präsident Chris Roller am Freitag im RTL Radio verkündete –, bahnt sich im Gesundheitssektor nun ein weiterer Sozialkonflikt an. Die Verhandlungen mit dem Verband der Apothekenbesitzer („Syndicat des pharmaciens luxembourgeois“/SPL) über einen neuen Branchentarifvertrag seien gescheitert, berichtete Ben Soisson, OGBL-Zentralsekretär im Syndikat Gesundheit und Sozialwesen, am Freitagvormittag auf einer Pressekonferenz in der Salariatskammer (CSL). Trotz monatelanger Verhandlungen hätten SPL und OGBL keinen Kompromiss gefunden, deshalb habe die Gewerkschaft jetzt eine Schlichtungsprozedur eingeleitet. Am 16. Oktober hätten auf einer großen Versammlung in der CSL über 94 Prozent der Anwesenden (die 531 der insgesamt 970 Beschäftigten des Sektors repräsentieren) die nicht mehr verhandelbaren Vorschläge der Apothekenbesitzer abgelehnt und dem OGBL damit ein Mandat für einen Sozialkonflikt gegeben, sagte Tom Mamer, stellvertretender Zentralsekretär im OGBL-Syndikat Gesundheit und Sozialwesen. Sollte die Schlichtung nicht zu einem Ergebnis führen, käme es aller Voraussicht nach zu einem Streik. In welcher Form, hänge davon ab, was am Ende auf dem Tisch liege, meinte Ben Soisson: „Et ass näischt auszeschléissen.“