Arbeitsrecht

Kollektivverträge: Arbeitsminister Mischo bekommt Gegenwind aus der eigenen Partei

Luxemburg steht in Sachen Kollektivvertragswesen auf EU-Ebene unter Druck. Arbeitsminister Georges Mischo spielt mit dem Gedanken, das Gesetz so zu reformieren, dass Tarifverträge ohne Gewerkschaften verhandelt werden können. Gegenwind bekommt er aus der eigenen Partei.

CSV-Fraktionspräsident Marc Spautz (l.) liegt in Sachen Kollektivvertragswesen nicht auf einer Linie mit Parteikollege und Arbeitsminister Georges Mischo (r.)

CSV-Fraktionspräsident Marc Spautz (l.) liegt in Sachen Kollektivvertragswesen nicht auf einer Linie mit Parteikollege und Arbeitsminister Georges Mischo (r.) Fotos: Tageblatt-Archiv

Sollen Kollektivverträge in Zukunft ohne Gewerkschaften verhandelt werden können? Diese Möglichkeit ließ Arbeitsminister Georges Mischo (CSV) zuletzt jedenfalls durchblicken und wurde von Gewerkschaftsvertretern hierfür stark kritisiert. Sein Parteikollege und CSV-Fraktionspräsident Marc Spautz stellte sich in einem Interview mit dem Lëtzebuerger Land nun auf die Seite der Arbeitnehmervertreter. „Es ist evident, dass wir mehr Tarifverträge brauchen und die Tarifpolitik von den national repräsentativen Gewerkschaften verhandelt werden muss, wie es in den Konventionen mit der internationalen Arbeitsorganisation vereinbart wurde“, so Spautz im Gespräch mit dem Land. 

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