Großregion

(K)eine Trauerfeier für Schengen: Innenminister Gloden kritisiert Grenzkontrollen bei Besuch in Saarbrücken

Innenminister Léon Gloden ist auf Arbeitsbesuch bei seinem saarländischen Amtskollegen Reinhold Jost. Es soll um grenzüberschreitende Zusammenarbeit gehen. Doch das Gegenteil überschattet den Austausch: die Grenzkontrollen. Über ein Hindernis, das niemand will, und das trotzdem da ist.

Zwei Männer, die eine Grenze trennt: Reinhold Jost (l.), saarländischer Innenminister, und sein Luxemburger Kollege Léon Gloden

Zwei Männer, die eine Grenze trennt: Reinhold Jost (l.), saarländischer Innenminister, und sein Luxemburger Kollege Léon Gloden Foto: Editpress/Fabrizio Pizzolante

Während das olympische Feuer die Grenzen überspringt, vom französischen Apach ins deutsche Perl und ins luxemburgische Schengen, senkt sich auf der Autobahn über dem Tal die Polizeikelle für die Pendler. Es ist der 27. Juni. Das olympische Feuer ist auf dem Weg nach Paris, in Deutschland läuft die Fußball-Europameisterschaft. SPD-Bundesinnenministerin Nancy Faeser hat aus diesem Grund zeitweise Grenzkontrollen an den deutschen Außengrenzen eingeführt. An diesem 27. Juni in Schengen treffen sich auch Léon Gloden und Reinhold Jost, der luxemburgische Innenminister und sein saarländischer Amtskollege. Der eine Christdemokrat, der andere Sozialdemokrat. Jost lädt Gloden an diesem Tag nach Saarbrücken ein. Zu einem Austausch über grenzüberschreitende Zusammenarbeit.

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