Bodry zum Waringo-Bericht
Kein Putsch, sondern längst fällige Reform der Monarchie
Er habe noch nicht alle Details des Berichtes gelesen, so Alex Bodry (LSAP), bis vor kurzem Präsident jener parlamentarischen Kommission, die eine Verfassungsreform vorbereitete, die schließlich nicht in der vorgesehenen umfassenden Form, sondern nur punktuell umgesetzt werden soll und mehrere Elemente zur Rolle des Großherzogs umfasst.
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Der Waringo-Bericht enthalte, so Bodry, der nach seiner parlamentarischen Karriere nun Mitglied des Staatsrats ist, viel Zahlenmaterial und sei entgegen mancher Befürchtungen recht komplett. Positiv sei zu bewerten, dass Elemente vergleichenden Rechts enthalten sind, dass die Situation anderer Monarchien betrachtet worden sei und so solide Grundlagen für die Reform geboten würden. Einige Vorschläge des Berichterstatters seien ohne Änderungen an der Verfassung möglich, wie etwa das Aufstellen eines Organigramms oder eine andere Einstellungspolitik bei Hof. Auch die Realisierung der vorgeschlagenen „Maison du Grand-Duc“ müsse nicht unbedingt über die Verfassung geschehen, auch wenn dies ein Bestandteil des Reformprojektes gewesen sei; die Vorschläge von Waringo zur „liste civile“, also zu den großherzoglichen Finanzen, müssten wohl vermessungstechnische Folgen haben.