Bildung
Kampagne für eine „gesunde Screen-Life-Balance“ der Kinder gestartet
Vor nicht allzu langer Zeit herrschte noch Euphorie, was den Einzug der Digitalisierung in den Schulunterricht betraf. Sie ist mittlerweile einer Ernüchterung angesichts der Folgen von Smartphones und sozialer Netzwerke auf die körperliche, kognitive und soziale Entwicklung von Jugendlichen gewichen. Bildungsminister Claude Meisch (DP) hat eine Sensibilisierungskampagne und die Maßnahmen zum Umgang mit Smartphones und Tablets im Schulalltag vorgestellt.
„Fir eng gesond Screen-Life-Balance vun eise Kanner“: Mit der Kampagne werden vor allem die Eltern in die Verantwortung genommen Foto: Editpress/Hervé Montaigu
Die digitale Revolution ist unaufhaltsam. Es ist noch nicht lange her, dass in Luxemburg wie anderswo vorwiegend Euphorie – selbstverständlich mit einigen skeptischen, aber als störend empfundenen Zwischentönen – über den seit Ende des 20. Jahrhunderts festgestellten Wandel der meisten Lebensbereiche hin zu einem digital vernetzten Lebensstil herrschte. Der US-Ökonom Jeremy Rifkin, der einen nach ihm benannten, viel diskutierten Bericht über die Perspektiven Luxemburgs ablieferte, sprach gar von einer Dritten industriellen Revolution.