Pädokriminalität

Justizministerin Margue erklärt, warum es so lange dauert, bis Täter vor Gericht landen und Opfer geschützt werden

Sechs Jahre lagen zwischen einem Hinweis von Europol und der Verurteilung eines Pädokriminellen in Luxemburg. Lange lebte der Täter noch mit seinem Opfer zusammen. Wie kann das sein? Die Justizministerin sagt: Personalmangel, fehlende Gesetze – und eine Pandemie.

Elisabeth Margue will die Mühlen der Justiz beschleunigen

Elisabeth Margue will die Mühlen der Justiz beschleunigen Foto: Editpress/Julien Garroy

Die luxemburgische Justizministerin Elisabeth Margue (CSV) hat sich im RTL-Interview am Freitag zu einem jüngst aufgedeckten Fall von Pädokriminalität geäußert. Der Vorfall hatte in den vergangenen Wochen hohe Wellen geschlagen. Besonders kritisiert wurde die lange Dauer zwischen einem ersten Hinweis durch Europol im Jahr 2019 und der tatsächlichen Anklageerhebung. Margue verwies auf die hohen Datenmengen, die ausgewertet werden mussten, sowie auf Personalengpässe und Verzögerungen durch die Covid-Pandemie. Die Regierung arbeite daran, die Justiz mit mehr Personal auszustatten.

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