Mutterschutz für Amtsträger

Justizministerin Elisabeth Margue erwartet Kind

Erstmals in der Geschichte Luxemburgs wird eine Ministerin während ihres Mandats Mutter: Elisabeth Margue erwartet ihr zweites Kind. Es soll im August auf die Welt kommen.

Justizministerin Elisabeth Margue lächelt glücklich und hält ihren Babybauch, Schwangerschaftsankündigung 2024

Justizministerin Elisabeth Margue erwartet ihr erstes Kind Foto: Editpress/Julien Garroy

Die CSV-Justizministerin Elisabeth Margue wird zum zweiten Mal Mutter. Das berichtete RTL am Wochenende. Diese Nachricht wirft für die 36-Jährige eine arbeitsrechtliche Frage auf: Was steht einer Ministerin eigentlich an Mutterschutz zu?

Die Antwort ist: Eigentlich gar keiner. Das Ministeramt ist ein Mandat und kein Arbeitsverhältnis. Weder im Ministerstatut noch in der Chamber-Ordnung existiert ein geregelter Mutterschutz. Margue bestätigte gegenüber RTL, dass es sich um Fragen handelt, „die man sich stellen müsste“, nicht zuletzt, um künftig mehr Frauen für politische Spitzenämter zu gewinnen.

Praktisch will Margue rund um die Geburt einige Wochen aussetzen und in dieser Zeit eine Unterschriftendelegation erteilen. Dank der Möglichkeit, Amtsgeschäfte per Telefon und aus dem Homeoffice zu erledigen, dürfte der Betrieb ohne größere Störungen weiterlaufen. Der Premier und die übrigen Mitglieder der Regierung hätten ihr ihre Unterstützung zugesagt.

Die Ministerin verweist auf internationale Vorbilder wie die frühere neuseeländische Premierministerin Jacinda Ardern oder die deutsche Bauministerin Verena Hubertz, die beide während ihres Mandats Mütter wurden. „Wenn wir nicht irgendwann zu mehreren diesen Weg gehen, wird es auch nie selbstverständlich werden“, so Margue. (hat)

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