Caritas-Skandal
Justiz zu Gast in der Spezialkommission – Staatsanwaltschaft beklagt Ermittlermangel
Neue Informationen zu den laufenden Ermittlungen im Fall Caritas gab es am Mittwoch in der Spezialkommission der Chamber nicht. Dafür einen dringlichen Ruf nach mehr Personal von Seiten der Staatsanwaltschaft.
Hat zu wenige Ermittler für die vielen Fälle, die es zu bearbeiten gilt: die luxemburgische Generalstaatsanwaltschaft Foto: Editpress/Julien Garroy
Zum ersten Mal hatte die Spezialkommission „Caritas“ Gäste vorgeladen. Am Mittwochmorgen waren Vertreter der Generalstaatsanwaltschaft, der Staatsanwaltschaft des Bezirksgerichts Luxemburg und der „Cellule de renseignement financier“ (CRF) zu Besuch am Krautmarkt. Die Staatsanwaltschaft habe den Abgeordneten erklärt, wie ein Präsidentenbetrug in der Theorie funktioniert, sagte Kommissionspräsidentin Stéphanie Weydert (CSV) nach der Sitzung. Wichtige Informationen, die parteiübergreifend begrüßt wurden. Zumal das Thema sehr komplex ist. Ein Beispiel, das gleich mehrere Abgeordnete über den Austausch hinaus beschäftigte: virtuelle Kontonummern. Nur weil eine IBAN mit LU beginne, bedeute dies nicht automatisch, dass die Gelder einer Überweisung auf dieses Konto tatsächlich nach Luxemburg fließen. „Es kommen Fakten ans Licht, die einen besorgt machen“, sagte der Piraten-Abgeordnete Sven Clement.