Nach Kassationsurteil gegen RTL
Jos Nickts Anwalt erwägt, „freundliche Briefe“ an andere Medienhäuser zu schicken
Drohen Luxemburgs Medien bald „freundliche Briefe“? Nach dem Urteil gegen RTL erwägt Jos Nickts Anwalt Schreiben an Redaktionen zu schicken, um die Nennung seines Mandanten zu unterbinden.
Ein womöglich bald in der nationalen Presse verbotenes Foto? Foto: Editpress-Archiv
Vergangene Woche hat die Pressefreiheit in Luxemburg einen herben Rückschlag erlitten: Der verurteilte Straftäter Jos Nickts erhielt vor dem Kassationsgericht in Luxemburg Recht. Infolgedessen darf RTL den Namen und das Bild des wegen Veruntreuung verurteilten ehemaligen FSFL-Präsidenten in seiner Berichterstattung nicht mehr verwenden – zum Schutz des Privatlebens des Mannes. Der Luxemburger Journalistenverband (ALJP) sieht darin „einen gefährlichen Präzedenzfall“.