Arbeitskampf
International School of Luxembourg: Verhandlungen um neuen Kollektivvertrag drohen zu scheitern
Seit 18 Monaten ringen die Personalabteilung und die Personalvertretung der International School of Luxembourg um die Vereinbarung eines neuen Kollektivvertrags. Die Leitung der englischsprachigen Privatschule hat inzwischen das Schlichtungsamt angerufen. Personaldelegation und Gewerkschaften sind bereit, bis aufs Äußerste zu gehen. Am Montagmorgen veranstalteten sie vor der Schule ein gemeinsames „Walk-in“, um ein erstes Zeichen zu setzen und gegen die Verschlechterung ihrer Arbeitsbedingungen zu protestieren.
Am Montagmorgen veranstalteten Personaldelegation und Gewerkschaften vor der „International School of Luxembourg“ ein gemeinsames „Walk-in“, um gegen die Verschlechterung ihrer Arbeitsbedingungen zu protestieren Foto: Editpress/François Aussems
Die Personalvertretung und die Gewerkschaften OGBL und LCGB hatten Ende August 2018 eine zweiprozentige Lohnerhöhung für die Lehrer gefordert. Die Schulleitung und der Verwaltungsrat der International School of Luxembourg hatten diese Forderung jedoch abgelehnt. Stattdessen schlug die Personalabteilung („Human resources committee“ – HRC) neben der aktuellen Laufbahn eine zweite Lohntabelle für zukünftige Lehrer vor. Dieses neue Tarifsystem soll die ersten Jahre der Laufbahn aufwerten, um „Talente“ anzuziehen, die das Lehrerteam verstärken sollen, ließ die Schulleitung Mitte Dezember 2019 über eine Kommunikationsagentur mitteilen.