Gesundheit
Intellektuelle vs. Techniker: Nach internen Spannungen rudert die AMMD etwas zurück
In den vergangenen Wochen war der öffentliche Druck auf die Ärztevereinigung AMMD gestiegen. Diese Woche wurden auch interne Spannung publik. Am Mittwoch einigte der Vorstand sich auf eine Kompromisslösung und zog einige seiner Hauptforderungen zurück.
Vizepräsident Carlo Ahlborn und Präsident Chris Roller am Donnerstag im Sitz der AMMD. Generalsekretär Sébastien Diederich blieb der Pressekonferenz fern, offenbar, weil er Dienst im CHL hatte. Foto: Editpress/Fabrizio Pizzolante
Am Donnerstagnachmittag revidierte die AMMD auf einer eilig einberufenen Pressekonferenz in ihrem Sitz im Hauptstadtviertel Hollerich wesentliche Forderungen aus den letzten Wochen und ruderte teilweise zurück. Nach internen Spannungen hatte der Vorstand sich das letzte Mal am Mittwoch getroffen und im Anschluss einen Newsletter an die AMMD-Mitglieder verschickt. Nach langen Diskussionen habe der Vorstand sich darauf geeinigt, dass die AMMD keine Finanzinvestoren an Arztgesellschaften beteiligt sehen möchte, verkündete der Präsident der Ärztevereinigung, Chris Roller. Ausschließlich Mediziner wolle man zu diesen Gesellschaften zulassen, zu deren Gründung CSV-Gesundheitsministerin Martine Deprez zeitnah einen Gesetzentwurf vorlegen will.