DP-Kongress
„Innovativ, demokratisch und hauptsächlich interaktiv“ in der digitalen Wohlfühloase
Beim digitalen DP-Kongress am Montagabend in Hesperingen gab es eine Statutenänderung, ein paar statutarische Wahlergebnisse und viele warme Worte. Parteipräsidentin Cahen und Premierminister Bettel gedachten der kürzlich verstorbenen Parteikollegen und gaben gemeinsam mit ausgewählten Mitgliedern in kurzen Videos eine Idee für einen Kurs in Richtung Zukunft vor – eine Skizze für ein liberales „Nach der Pandemie“.
Von links nach rechts: Corinne Cahen, Xavier Bettel, Claude Lamberty – die Protagonisten des Abends Foto: Editpress/Julien Garroy
„Spezielle Zeiten erfordern spezielle Maßnahmen.“ Das Bonmot, das Parteisekretär Claude Lamberty zu Beginn des DP-Digitalkongresses aus der Mottenkiste zaubert, trifft das Ambiente im Hesperinger CELO ganz gut. „Speziell“ ist es auf jeden Fall – in der lichtdurchfluteten Mehrzweckhalle sitzen eine Handvoll Journalisten und dürfen auf einem Fernseher den gleichen Livestream verfolgen wie die Zuschauer zu Hause. W-LAN ist vorhanden, ein Glas Wasser allerdings sucht man vergebens. Stattdessen darf man gebannt dem Countdown auf dem Bildschirm folgen, untermalt von plätschernder Lounge-Musik – pünktlich wie eines von Flavio Beccas 800 Uhrwerken beginnt der Kongress der Liberalen um 19.00 Uhr. Es ist das zweite Mal, dass die DP sich virtuell trifft – als erste Partei hatte sie 2020 bereits ihren Kongress in den Cyberspace verlegt. In seiner Eröffnungsrede verspricht Lamberty, die Veranstaltung werde „innovativ, demokratisch und hauptsächlich interaktiv.“ Eine wahrlich richtungsweisende Ansage.