„Bësch- a Juegddësch“

In Luxemburg soll die Jagd künftig auch bei Nacht erlaubt sein

Mit einer neuen Rahmenvereinbarung möchte die Regierung künftig die Widerstandsfähigkeit von Luxemburgs Wäldern stärken. Dazu gehört unter anderem eine Aufwertung der Jagd.

Jäger in dunkler Kleidung bei nächtlicher Wildbeobachtung im Wald für nachhaltige Jagd und Naturschutz

Künftig sollen Jäger sich auch nachts auf die Lauer legen dürfen Symbolfoto: Vincent Lescaut/L'essentiel

Bei der dritten Ausgabe des „Bësch- a Juegddësch“ ist am Freitag eine Rahmenvereinbarung beschlossen worden, die die Widerstandsfähigkeit von Luxemburgs Wäldern gegenüber dem Klimawandel stärken soll. Das geht aus einer Pressemitteilung des Umweltministeriums vom Freitag hervor. Ziel sei es, die natürliche Waldregeneration durch bessere Regulierung der Wildpopulationen zu fördern und gleichzeitig die Sicherheit, Rechtsklarheit und Effizienz der Jagd zu verbessern.

Mehrere Maßnahmen sollen die Jagd in Luxemburg in Zukunft modernisieren und ökologisch stärken. Dazu gehören die Verbesserung der Jagdmittel, insbesondere die Genehmigung der Nachtjagd sowie Lockerungen bei Ködermaßnahmen. Außerdem will die Regierung die Jagd als Instrument zur Erhaltung der biologischen Vielfalt aufwerten.

Darüber hinaus werden die Jagdverbände gestärkt und ein außergerichtlicher Kündigungsmechanismus für Jagdpachtverträge eingeführt. Bei Wildschäden besteht künftig eine Pflicht zur Zusammenarbeit und zum Dialog. Zusätzlich richtet die Regierung ein System zur Überwachung von Wildschäden ein, erleichtert den Zugang zur Jagd für neue Jäger und reformiert das System zur Vergabe von Jagdparzellen. (les)

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