„Bësch- a Juegddësch“

In Luxemburg soll die Jagd künftig auch bei Nacht erlaubt sein

Mit einer neuen Rahmenvereinbarung möchte die Regierung künftig die Widerstandsfähigkeit von Luxemburgs Wäldern stärken. Dazu gehört unter anderem eine Aufwertung der Jagd.

Jäger in dunkler Kleidung bei nächtlicher Wildbeobachtung im Wald für nachhaltige Jagd und Naturschutz

Künftig sollen Jäger sich auch nachts auf die Lauer legen dürfen Symbolfoto: Vincent Lescaut/L'essentiel

Bei der dritten Ausgabe des „Bësch- a Juegddësch“ ist am Freitag eine Rahmenvereinbarung beschlossen worden, die die Widerstandsfähigkeit von Luxemburgs Wäldern gegenüber dem Klimawandel stärken soll. Das geht aus einer Pressemitteilung des Umweltministeriums vom Freitag hervor. Ziel sei es, die natürliche Waldregeneration durch bessere Regulierung der Wildpopulationen zu fördern und gleichzeitig die Sicherheit, Rechtsklarheit und Effizienz der Jagd zu verbessern.

Mehrere Maßnahmen sollen die Jagd in Luxemburg in Zukunft modernisieren und ökologisch stärken. Dazu gehören die Verbesserung der Jagdmittel, insbesondere die Genehmigung der Nachtjagd sowie Lockerungen bei Ködermaßnahmen. Außerdem will die Regierung die Jagd als Instrument zur Erhaltung der biologischen Vielfalt aufwerten.

Darüber hinaus werden die Jagdverbände gestärkt und ein außergerichtlicher Kündigungsmechanismus für Jagdpachtverträge eingeführt. Bei Wildschäden besteht künftig eine Pflicht zur Zusammenarbeit und zum Dialog. Zusätzlich richtet die Regierung ein System zur Überwachung von Wildschäden ein, erleichtert den Zugang zur Jagd für neue Jäger und reformiert das System zur Vergabe von Jagdparzellen. (les)

3 Kommentare
Jean-Marie Grober 16.02.202621:10 Uhr

Nachdem wir alle Raubtiere bei uns vernichtet haben (Wölfe, Luchse, Bären usw.) muss jetzt anscheinend unsere Knall- und Schiessgesellschaft (aka Fédération St.-Hubert des Chasseurs du Grand-Duché de Luxembourg) dafür sorgen, dass der Wildbestand und der Wildschaden in Grenzen bleibt. Und auch die EU, mit "Flinten-Uschi" an der Spitze, will den Abschuss der Wölfe wieder freigeben. Und dann regen wir uns über den Wildschaden auf, für den ja niemand aufkommen will. Dass ausgerechnet das Mouvement Écologique und verschiedene Damen und Herren bei der Administration de la nature et des forêts zu der Speerspitze der Jagdreform zählen, hätte ich nicht für möglich gehalten.

Fraulein Smilla 16.02.202608:02 Uhr

" Es ist nicht dringlich zur Zeit , den Hirsch zu schonen . Es ist dringlich zur Zeit ihn zu schiessen . Man rettet den deutschen Wald ja nicht , in dem man -Oh Tannenbaum singt "
Horst Stern in seiner legendaeren Sendung ueber den Rothirsch , Heiligabend 1971

Guy Mathey 15.02.202616:13 Uhr

Dass die Jagt zur Regulierung des Wildbestands unverzichtbar ist, dürfte wohl weitestgehend unbestritten sein. Allerdings, wäre es nicht sinnvoller, diese Arbeit professionellen Jäger*innen, welche der ANF unterstellt werden, anzuvertrauen? Irgendwie mutet es doch befremdlich an, eine wichtige Aufgabe im Dienste der Natur Hobbyjäger*innen aus der Klasse der Besserverdienenden anzuvertrauen, oder?

Das könnte Sie auch interessieren

Internationaler Strafgerichtshof

BCEE-Kontenschließung: Nach der Finanzkommission gibt es Erklärungen – unterschiedliche Meinungen bleiben