Fondation Cancer

Immer mehr Raucher in Luxemburg – 1.000 Tote pro Jahr wegen tabakbedingter Krankheiten

Die Anzahl der Raucher im Großherzogtum steigt – das hat eine Studie ergeben, die von der Krebsstiftung in Auftrag gegeben wurde. Vor allem junge Menschen greifen demnach häufiger zur Zigarette als vorher.

Vor allem junge Menschen greifen vermehrt zum Glimmstängel

Vor allem junge Menschen greifen vermehrt zum Glimmstängel Symbolbild: dpa/zb/Jens Kalaene

Wie viele Menschen rauchen eigentlich hierzulande und welche Altersgruppen sind besonders betroffen? Die „Fondation Cancer“ in Luxemburg hat sich vermutlich Ähnliches gefragt und daraufhin eine Studie beim Luxemburger Institut für Sozialforschung und Marktstudien (TNS Ilres) in Auftrag gegeben. Deren Ergebnisse waren Gegenstand einer parlamentarischen Anfrage der CSV. Und tatsächlich: Laut der Untersuchung steigt die Anzahl der Raucher im Großherzogtum.

Der Prozentsatz der Raucher in der Altersgruppe der 18- bis 24-Jährigen ist der Studie zufolge zwischen 2017 und 2018 von 22 Prozent auf 26 Prozent gestiegen. Bei den 45- bis 54-Jährigen sei er von 20 Prozent auf 24 Prozent geklettert. Der höchste Prozentsatz an Rauchern werde allerdings bei den 25- bis 34-Jährigen beobachtet, die 27 Prozent der Altersgruppe ausmachen, gegenüber 25 Prozent im Jahr 2016. Die Zahl der jungen Raucher nehme seit 2016 stetig zu. Die betreffende Anzahl stelle den auffälligsten Anstieg von 21 Prozent im Jahr 2017 auf 27 Prozent im Jahr 2018 dar, heißt es in der Studie. Wie das Gesundheitsministerium berichtet, sterben in Luxemburg derzeit 1.000 Menschen pro Jahr an tabakbedingten Krankheiten, wovon 80 Todesfälle auf Passivrauchen zurückzuführen seien.

Laut der parlamentarischen Anfrage läuft der Nationale Plan zur Eindämmung des Tabakkonsums (PNLT) 2016/2020 Ende dieses Jahres aus. Die „Santé“ schreibt in dem Dokument: „Eine abschließende Evaluierung, wie sie im Plan vorgesehen ist, wird es ermöglichen, eine Bestandsaufnahme der erreichten und noch ausstehenden Ziele sowie der kritischen Punkte vorzunehmen, die in einen künftigen Plan aufgenommen werden sollen.“ Allerdings schreibt das Gesundheitsministerium auch: „Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sind keine anderen Maßnahmen als die im PNLT 2016-2020 vorgesehenen geplant.“ Das Erstellen des neuen Plans könne sich zudem aufgrund der Corona-Krise verzögern.

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