Stress, Überlastung und Drogenmissbrauch
Immer mehr Beschäftigte in Luxemburg werden durch ihre Arbeit krank
Der Quality of Work Index der Salariatskammer CSL zeigt, dass Stress und Überlastung am Arbeitsplatz immer häufiger krank machen und zu Drogenmissbrauch führen. In vielen Unternehmen fehlt es an Präventionsangeboten. Die CSL reagiert damit auch indirekt auf aktuelle politische Auseinandersetzungen wie die um Absentismus, verlängerte Öffnungszeiten und Kollektivverträge.
Immer intensivere Arbeit: Der Quality of Work Index der Salariatskammer CSL zeigt, dass Stress und Überlastung am Arbeitsplatz immer häufiger krank machen und zu Drogenmissbrauch führen. Symbolfoto: Julian Stratenschulte/dpa
Die Arbeitsbedingungen in Luxemburg sind im Vergleich zum Vorjahr relativ stabil geblieben, in den vergangenen zehn Jahren haben sie sich leicht, jedoch signifikant verschlechtert. Das geht aus dem am Mittwoch vorgestellten Quality of Work Index 2024 hervor, den die Salariatskammer CSL seit 2012 jährlich in Zusammenarbeit mit der Uni Luxemburg veröffentlicht. Unqualifizierte und niedrig qualifizierte Beschäftigte, die häufig körperlich anstrengende Aufgaben erledigen oder zu unregelmäßigen Zeiten abends und nachts arbeiten, leiden mehr unter ihrer beruflichen Tätigkeit als etwa Führungskräfte oder Beschäftigte in intellektuellen und wissenschaftlichen Berufen sowie in öffentlichen Verwaltungen und im Finanz- und Versicherungssektor. Am schlechtesten ist die Arbeitsqualität in der Industrie, im Einzelhandel, im Transport sowie im Hotel-, Restaurant- und Gaststättengewerbe (Horeca).