CHEM

Im Escher Krankenhaus herrscht auf allen Ebenen Unruhe

Seit Monaten herrscht Unruhe unter den Mitarbeitern des Escher „Centre hospitalier Emile Mayrisch“. Im Fokus der Kritik steht Generaldirektor Hansjörg Reimer. Die Vorwürfe gegen ihn reichen von persönlichen Problemen über mangelnde Führungsqualitäten bis hin zu Konzeptlosigkeit. Tageblatt-Informationen zufolge sucht der Verwaltungsrat mithilfe eines Headhunters nach einem Nachfolger für Reimer. CHEM-Präsident Georges Mischo wiegelt ab und stellt sich weiter hinter seinen Generaldirektor. Doch die Probleme sind nicht mehr von der Hand zu weisen.

Als Premierminister Xavier Bettel (M.) und Gesundheitsministerin Paulette Lenert (r.) am 1. Mai das CHEM besuchten, führten  Verwaltungsratspräsident Georges Mischo (l.) und der Vorsitzende des „Conseil médical“, Serge Meyer, die illustren Gäste durch das Krankenhaus. Generaldirektor Hansjörg Reimer (hinten links) hielt sich dezent im Hintergrund auf und schoss Bilder mit seinem Smartphone.

Als Premierminister Xavier Bettel (M.) und Gesundheitsministerin Paulette Lenert (r.) am 1. Mai das CHEM besuchten, führten  Verwaltungsratspräsident Georges Mischo (l.) und der Vorsitzende des „Conseil médical“, Serge Meyer, die illustren Gäste durch das Krankenhaus. Generaldirektor Hansjörg Reimer (hinten links) hielt sich dezent im Hintergrund auf und schoss Bilder mit seinem Smartphone. Fotos: Editpress/Julien Garroy

Mitarbeiter berichten von einer „komischen Stimmung“, einem „riesigen Durcheinander“ im Escher „Centre hospitalier Emile Mayrisch“ (CHEM). In anderen Gesprächen fallen Begriffe wie „Chaos“ und „Desaster“. Die in den vergangenen Jahren durch Personalbefragungen bestätigte Unzufriedenheit bei den rund 1.800 Mitarbeitern ist durch die hohe Belastung in der Corona-Krise noch gestiegen. Als einer der Hauptgründe für das Unbehagen wird Führungslosigkeit im Escher Stiftungskrankenhaus genannt. Bereits vor vier Monaten hatte das Tageblatt über Versäumnisse im Zusammenhang mit der Corona-Krise berichtet. Zu Beginn der Pandemie hatte das CHEM die Kontrollen an den Haupteingängen, die Einschränkung der Patientenbesuche und die Schließung der Poliklinik vergleichsweise spät eingeführt. Darüber hinaus gab es Meinungsverschiedenheiten zwischen Generaldirektion und Verwaltungsrat über die Ausrichtung des neuen Südspidol. Schon damals hieß es, Generaldirektor Hansjörg Reimer solle vom Verwaltungsrat abgesetzt werden. Sowohl CHEM-Präsident Georges Mischo als auch Reimer selbst dementierten.

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