Hitzewelle
Hundstage im Klassenzimmer: Schulen reagieren mit Unterrichtsausfall auf die Extremtemperaturen
„Hitzefrei“ – wann hat es so etwas zum letzten Mal gegeben? Der Traum aller Schüler im hochsommerlich geplagten Luxemburg ist nicht nur für das Bildungsministerium eine organisatorische Frage, sondern auch für viele Eltern. Dabei ist die Reaktion auf die Folgen des Klimawandels auch in diesem Ressort ein Teil der unvermeidbaren Klimaanpassung.
Bei Hitze lernt es sich schlecht: Klassenzimmer im hauptstädtischen Lycée des garçons Foto: Editpress/Alain Rischard
Henri mag’s heiß. Zumindest scheint der neunjährige Mischlingsrüde aus Beles resistent gegen die Hitze zu sein. Und das, obwohl die eigentlichen Hundstage erst noch bevorstehen. Sie beginnen in der Regel am 23. Juli und dauern bis zum 23. August. Und sie gelten traditionell als die heißeste Zeit des Jahres. Aber was heißt hier traditionell? Der Name stammt von dem Sternbild „Großer Hund“. So traten die höchsten Temperaturen mit mehr als 35 Grad Celsius meistens zwischen den beiden Daten auf – den Hundstagen, auf Lateinisch „dies caniculares“, daher der Begriff „canicule“.