Nehrbass verteidigt allgemeine Zusammenarbeit

Hat das Bildungsministerium die Taskforce ausgegrenzt?

Am Analysebericht des Bildungsministeriums über die Infektionszahlen an den Schulen wurden methodische Zweifel festgestellt. Weder die „Santé“ noch Wissenschaftler der Taskforce sollen an dem Bericht mitgearbeitet haben. Dennoch gilt dieser Bericht als Rechtfertigung für die aktuellen und künftigen sanitären Maßnahmen in allen Schulen Luxemburgs. Wurde die Taskforce durch das „Menje“ ausgegrenzt? Ulf Nehrbass, Wissenschaftler und Sprecher der Covid-19-Taskforce, weicht bei den Fragen aus und verteidigt gegenüber dem Tageblatt die allgemein gute Zusammenarbeit mit den Ministerien. 

Ulf Nehrbass preist die gute allgemeine Zusammenarbeit zwischen Taskforce und Ministerien, klammert aber konkrete Aussagen über eine eventuelle Zusammenarbeit mit dem Bildungsministerium aus

Ulf Nehrbass preist die gute allgemeine Zusammenarbeit zwischen Taskforce und Ministerien, klammert aber konkrete Aussagen über eine eventuelle Zusammenarbeit mit dem Bildungsministerium aus Foto: Editpress/Julien Garroy

Im wöchentlichen „bilan chiffré“ des Bildungsministeriums zu den Infektionszahlen in den Schulen stand für die Woche vom 9. November, dass es zu keinen weiteren Infektionsketten gekommen sei. Das „Menje“ („Ministère de l’éducation nationale, de l’enfance et de la jeunesse“) gewährte auf Anfrage von Land und Wort den jeweiligen Journalisten Einblicke in seine Statistiken. Laut dem Wort habe eine Tabelle, die dort eingesehen werden konnte, aufgezeigt, dass sich in der Woche vom 9. November elf Klassen in Szenario vier befanden. Dieses Szenario tritt ein, wenn Infektionsketten vorliegen. Pro Klasse seien demnach drei bis sieben Fälle registriert worden. Diese Tabelle habe nur Fälle aus dem „Secondaire“ aufgezeigt. Hier stellt sich nun die Frage: Wieso tauchen diese Infektionsketten im wöchentlichen Bericht nicht auf?

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