Diplomatie

Großherzog Guillaume soll Luxemburg weiter durch Wirtschaftsmissionen unterstützen

Großherzog Guillaume war vor seiner Thronbesteigung häufig bei Luxemburger Wirtschaftsmissionen mit von der Partie. Zukünftig soll er die Rolle des blaublütigen Handelsvertreters auch als Staatschef wahrnehmen - zumindest, wenn man Xavier Bettel glaubt.

Großherzog Guillaume in eleganter Kleidung, repräsentativ und vielseitig für offizielle Anlässe in Luxemburg

Einer für alle Fälle: Großherzog Guillaume Foto: Editpress/Fabrizio Pizzolante

Außenminister Xavier Bettel (DP) und Roy Grotz (RTL) waren am Samstag in der Live-Sendung „Background am Gespréich“ in Plauderlaune. Es ging im wahrsten Sinne des Wortes um Gott, beziehungsweise seinen Vertreter auf Erden, den Papst, und die Welt – und natürlich um Luxemburgs Rolle in dieser. Neben den Gebetsempfehlungen des Papstes an Bettel erfuhr der geneigte Zuhörer auch, dass Luxemburg nicht allein schuld daran ist, dass das Google-Rechenzentrum in Biessen auf sich warten lässt – Google selbst ist in diesen Dingen wohl recht behäbig – und dass Großherzog Guillaume Luxemburg wieder auf Wirtschaftsmissionen durch seine hoheitliche Präsenz unterstützt.

Seit seiner Ernennung zum Erbgroßherzog im Jahr 2000 hatte Guillaume rund 70 Wirtschaftsmissionen absolviert. Seine erste führte ihn im Alter von 19 Jahren nach Südkorea, die letzte kurz vor dem Thronwechsel vergangenes Jahr nach Japan. Damals war spekuliert worden, ob Guillaume den Wirtschaftsstandort nach seiner Thronbesteigung noch im gleichen Maß fördern würde.

„Viele internationale Betriebe haben Luxemburg als Möglichkeit gar nicht auf der Karte“, sagte Bettel, deshalb sei er viel zusammen mit Wirtschaftsminister Delles (DP) auf Wirtschaftsmission. In dem Rahmen habe sich auch der Großherzog nun bereit erklärt, diese Vorstöße zu begleiten. Bettel ist viel daran gelegen, mehr internationale Firmen ins Land zu locken, er will jedoch keine Details verraten, solange die Verträge nicht in trocknen Tüchern sind. (hat)

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