Ausstellung

Globale Exklusion: Obdachlosigkeit – und wie die Architektur zur Verbesserung beitragen kann

Obdachlosigkeit wird häufig als individuelle Tragödie bezeichnet, dabei ist sie ein gesellschaftliches Problem und eine globale Herausforderung, die auf eine fehlgeleitete Politik zurückzuführen ist und systemischer Lösungen bedarf. Dies und wie die Architektur zur Verbesserung beitragen kann, zeigt die Ausstellung „Who’s next? Obdachlosigkeit, Architektur und die Stadt“ in der Abtei Neumünster.

San Francisco 2007: Obdachlosigkeit ist als extreme Form der Armut ein kollektives Problem

San Francisco 2007: Obdachlosigkeit ist als extreme Form der Armut ein kollektives Problem San Francisco 2007: Obdachlosigkeit ist als extreme Form der Armut ein kollektives Problem

Die Zahl der „Clochards“ oder „Strummerten“ war hierzulande vor etwa 40 bis 50 Jahren noch sehr überschaubar. Sie galten oft als stadtbekannt. Ihr Schicksal wurde als selbstverschuldet oder als Folge tragischer Erlebnisse bezeichnet. Mit der Zeit wurden es mehr und mehr Betroffene. Menschen aus dem Ausland kamen hinzu, die Grenze zwischen Drogensüchtigen und Obdachlosen verschwamm. Die Obdachlosigkeit breitete sich aus, während auch die allgemeine Wohnungsnot zunahm. Vor allem Arbeitsimmigranten lebten in einigen Vierteln der Hauptstadt und Städten des Südens, wo das Wohnen noch erschwinglich war, teilweise unter prekären Bedingungen. Nach und nach kam es zu einer Gentrifizierung, sowohl Kauf- als auch Mietpreise für Immobilien stiegen – und Menschen mit niedrigen Einkommen hatten es zunehmend schwer, eine feste Bleibe zu finden.

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