Gemeinsames Schreiben
„Gezielte Schwächung des Sozialmodells“: OGBL, LCGB und LSAP kritisieren Regierung
In Luxemburg wird bewusst „Chaospolitik“ betrieben, um das Sozialmodell des Landes zu schwächen – dieser Auffassung sind jedenfalls die Gewerkschaften OGBL und LCGB und die Oppositionspartei LSAP. In einem gemeinsamen Schreiben vom Dienstag machen sie ihrem Ärger Luft und kritisieren die Regierung.
So beginnt das Schreiben der drei Akteure Foto: Screenshot Pressemitteilung
Die Gewerkschaften OGBL und LCGB sowie die LSAP haben am Dienstag in einer Pressemitteilung das Vorgehen der Regierung als „Chaospolitik“ kritisiert. Sie werfen ihr eine „gezielte Schwächung des Sozialmodells“ vor. „Es kann kein Zufall sein, wenn Arbeits- und Sozialminister mit widersprüchlichen Aussagen, unilateralen Entscheidungen und globalen Infragestellungen für Verwirrung und Unverständnis in den Dossiers Pensionen, Krankenkasse, Sonntagsarbeit, Kollektivvertragswesen und so weiter sorgen“, heißt es weiter. „Diese dilettantische Vorgehensweise in sozialpolitisch sensiblen Bereichen sorgt für eine gewollte Verunsicherung, die es der Regierung später erlauben soll, ihre jetzt schon beschlossenen Reformen umzusetzen, ohne dass die dadurch entstehende Schwächung des Sozialstaates zu auffällig sein wird.“