Gesundheitswesen
Gewerkschaften werfen der AMMD eine „verächtliche Attacke“ vor
Im Streit um die Finanzierung des Luxemburger Gesundheitswesen eskaliert der Ton: OGBL und LCGB werfen der Ärztevereinigung AMMD vor, das Krankenhauspersonal frontal anzugreifen. Die Gewerkschaften reagieren damit auf eine Mitteilung der AMMD, in der diese das kürzlich abgeschlossene Zwischenabkommen zum Kollektivvertrag im Spitalsektor massiv kritisiert.
In Krankenhäusern arbeiten Ärzte und Pfleger zusammen, um Geld wird allerdings mit harten Bandagen gestritten Foto: Editpress/Fabrizio Pizzolante
Am 10. Juli hatten die FHL und die Gewerkschaften eine vorläufige Einigung zum Kollektivvertrag im Krankenhaussektor verkündet. Darin wurde festgehalten, dass Pflegerinnen und Pfleger rückwirkend für 2023 und 2024 eine Prämie erhalten und auch eine Punktwerterhöhung zur Berechnung ihres Gehalts um 1,5 Prozent erfolgt. Die AMMD greift diese Errungenschaften des Tarifkonflikts nun frontal an: „Diese zusätzlichen Ausgaben verschärfen das ‚strukturelle‘ Defizit der CNS erheblich, ohne greifbare Verbesserungen für die Patientinnen und Patienten vorzusehen: weder einen besseren Zugang zu notwendigen Untersuchungen oder Behandlungen, noch eine Verkürzung der Wartezeiten – insbesondere in den Notaufnahmen“, so die Ärzteorganisation.