Gesellschaft 

Geschlagen, erniedrigt, am Ende: Wenn Frauen nicht mehr können

Wenn das Leben nur noch aus Angst, Erniedrigung und Gewalt besteht, ist „Macou“ („Maison communautaire d’urgence“) eine Zuflucht. Die Adresse ist geheim. Für Susanne* ist das ein Segen. Sie hat sich vor ihrem gewalttätigen Mann dorthin gerettet.

Bis Frauen das Frauenhaus oder das „Macou“ („Maison communautaire d’urgence“) aufsuchen, haben sie oft ein jahrelanges Martyrium hinter sich

Bis Frauen das Frauenhaus oder das „Macou“ („Maison communautaire d’urgence“) aufsuchen, haben sie oft ein jahrelanges Martyrium hinter sich Foto: Républicain lorrain

Bei der Begrüßung lächelt Susanne zaghaft. Ihr Blick spricht eine andere Sprache. Er erzählt von Leid, Resignation und Depression. Den Kreislauf aus einem falschen Wort, den Schlägen, den Schmerzen und der Scham kennt sie nur zu gut. Manchmal schlägt ihr Mann ihren Kopf so fest auf die Tischplatte, dass sie in die „Urgence“ muss. „Erst danach hat mich die Polizei ernst genommen, mir überhaupt zugehört“, sagt sie.

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