Pilotprojekt
„Fonds du logement“ wird zum Untervermieter von Investoren und Privatpromotoren
Um erschwingliche Mietwohnungen mutmaßlich schneller zu bauen und gleichzeitig die noch immer kriselnde Immobilienbranche zu unterstützen, soll der öffentliche „Fonds du logement“ künftig Wohnungen 20 Jahre lang fast zu Marktpreisen bei Investoren und Privatpromotoren anmieten und sie zu erschwinglichen Preisen an Bedürftige untervermieten. Die Differenz zahlt der Staat.
DP-Wohnungsbauminister Claude Meisch (M.) mit seiner Ersten Regierungsrätin und Präsidentin des „Fonds du logement“, Diane Dupont (2.v.r), Anfang Mai bei einem Pressetermin in Wiltz Foto: Editpress/Fabrizio Pizzolante
Die zeitlich befristeten Steuererleichterungen für Investoren und Bauherren, die CSV und DP vor einem Jahr durch das Parlament gebracht hatten, um den Immobilienmarkt und insbesondere den Kauf von noch zu errichtenden Gebäuden (die sogenannten VEFA) wieder anzukurbeln, werden Ende dieses Monats auslaufen: Steuergutschrift für Vermietung, vergünstigte Eintragungs- und Überschreibungsgebühren, vorteilhafteres „amortissement accéléré“ von sechs Prozent, reduzierter Steuersatz für Veräußerungsgewinne, Steuerbefreiung von Immobilienverkaufsgewinnen bei Investitionen in erschwingliche Wohnungen oder energetische Sanierung. CSV-Finanzminister Gilles Roth hatte am Montag angekündigt, dass sie nur verlängert werden für Käufer und Investoren, die noch vor der Ablauffrist einen Kaufvorvertrag oder einen Reservierungsvertrag für ein noch zu errichtendes Gebäude unterzeichnen.