Luxemburg
Fahrrad-Prämie für jedermann hat ausgedient – So viele haben kurz vor Schluss noch mal zugeschlagen
Foto: Editpress/Julien Garroy
Die Finanzhilfen für Fahrräder aller Art – die in Luxemburg für einen regelrechten Boom gesorgt haben – sind seit 1. Oktober dieses Jahres Geschichte. Denn die Prämie unterliegt jetzt strengeren Bedingungen. Die finanzielle Unterstützung für Fahrräder und Fahrräder mit Trethilfe können nur noch Personen beantragen, die zum Zeitpunkt des Kaufs in einem Haushalt leben, der die Teuerungszulage oder die Energieprämie erhält. Die Prämie für Lastenräder wurde hingegen erhöht: Der Staat zahlt jetzt 50 Prozent der Kosten des Fahrzeugs ohne Mehrwertsteuer, jedoch nicht mehr als 1.000 Euro.
Zahlreiche Menschen haben deswegen in den vergangenen Monaten noch mal zugeschlagen, wie aus einer Antwort von Umweltminister Serge Wilmes (CSV) auf eine parlamentarische Frage von Liz Braz (LSAP) hervorgeht. Gab es im April noch insgesamt 1.403 Anträge für Fahrräder oder E-Bikes, waren es im Juni 2.490 Anträge. Denn ursprünglich sollte die Prämie dann auslaufen. Kurzerhand wurde sie aber bis September verlängert – was sich auch in der Anzahl der Anträge in diesem Monat niederschlägt: 2.724.
Auch bei den E-Autos hat es eine Änderung gegeben. Ab Oktober sind die Prämien gestaffelt, je nach Art des Fahrzeuges, Leistung oder Größe. Für gebrauchte E-Autos gibt es zudem künftig einen Zuschuss von 1.500 Euro. Auch hier zeigt sich: Kurz vor dieser Änderung haben sich viele Leute ein Auto gekauft. Im April gab es 790 Anträge auf Förderung – und im September 1.116 Anträge.
Die Entwicklung der beantragten Finanzhilfen von April bis September 2024 Grafik: Ministère de l'Environnement