Liser-Studie

Erschreckende Arbeitsbedingungen von Reinigungskräften in Luxemburg – Betroffene bleiben stumm

Wir sehen sie nicht. Dabei sind sie überall. Wie Mainzelmännchen tauchen sie immer dann auf, wenn wir es nicht bemerken. Reinigungskräfte sorgen dafür, dass wir uns an den Orten, die wir sowohl während der Arbeit als auch in unserer Freizeit besuchen, wohlfühlen können. Doch wo keiner hinsieht, bleiben Missstände oft unentdeckt.

Reinigungskräfte fordern dringend eine Anerkennung ihrer Arbeit. Der neue Kollektivvertrag, der aktuell zwischen Gewerkschaften und der „Fédération des entreprises de nettoyage“ ausgehandelt wird, könnte mehrere Probleme lösen. 

Reinigungskräfte fordern dringend eine Anerkennung ihrer Arbeit. Der neue Kollektivvertrag, der aktuell zwischen Gewerkschaften und der „Fédération des entreprises de nettoyage“ ausgehandelt wird, könnte mehrere Probleme lösen.  Foto: Editpress/Fabrizio Pizzolante

Die Corona-Krise hat die Wichtigkeit von Reinigungskräften umso deutlicher gemacht. Sie hat hervorgestrichen, dass eine saubere Umgebung nicht nur wichtig für das Wohlbefinden ist, sondern umso mehr für die Gesundheit. Während Pflegekräfte in den Monaten des Lockdowns gefeiert wurden, blieben Reinigungskräfte zum Großteil unsichtbar. Ihre Arbeitsbedingungen haben sich unterdessen noch weiter verschlechtert. Sie mussten ihre eigene Gesundheit aufs Spiel setzen, um die unsere zu garantieren. Dabei waren Beschäftigte in der Reinigungsbranche schon vor der Krise regelmäßig der Ausbeutung ihres Vorgesetzten ausgesetzt.

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