Achter Tag des Bommeleeër-Prozesses
„En Dossier sou faul, wéi e faul nëmme ka sinn“
Im Gerichtsverfahren um mögliche Falschaussagen im Zuge des Bommeleeër-Prozesses 2013/14 haben die Verteidiger der Angeklagten Marcel Weydert und Pierre Reuland ihre Plädoyers gehalten. Beide fordern einen Freispruch für ihre Mandanten.
Das Gericht unter dem Vorsitz von Elisabeth Ewert wird in den kommenden Wochen über das Schicksal der fünf Angeklagten beraten Skizze: Tageblatt/Kim Kieffer
Me Frank Wies eröffnete für seinen Mandanten Marcel Weydert die Reihe von Plädoyers, mit der das voraussichtliche Ende des Bommeleeër-Bis-Prozesses am Montag eingeläutet wurden. Es war ein ungewöhnlich kurzes Plädoyer, was daran lag, dass Wies sich den Forderungen der Staatsanwaltschaft anschließen sollte. „Genau wie die Staatsanwaltschaft frage ich den Freispruch für meinen Mandanten“, so Wies ans Tribunal gerichtet. Die Erkenntnis, dass Marcel Weydert keine Schuld treffe, komme lediglich elf Jahre zu spät. Weydert habe bereits im Januar 2014 während des Prozesses bekannt gegeben, dass er sich wohl mehrfach geirrt hatte.