Ein Jahr Waringo-Bericht

Eine Monarchie unter der Lupe

Vor einem Jahr legte Jeannot Waringo seinen Bericht vor, in welchem er problematische Elemente in der Organisation des großherzoglichen Hofs aufführte – und erste Vorschläge zur Besserung der Situation machte. Zunächst bekam nur das Parlament den Bericht zu lesen, wenige Tage später wurde er dann veröffentlicht. Im Oktober befasste sich Lucien Montebrusco eingehend mit dem spektakulären Dokument und dessen Folgen. Ende September legte Premierminister Xavier Bettel dem Institutionsausschuss des Parlaments den Entwurf des großherzoglichen Erlasses vor, der Ordnung in die Personal- und Finanzverwaltung am großherzoglichen Hof bringen soll. Er übernimmt weitgehend die Empfehlungen aus dem Waringo-Bericht. Im Auftrag von Premierminister Xavier Bettel hatte sich der ehemalige Direktor der staatlichen Finanzinspektion Jeannot Waringo während Monaten am großherzoglichen Hof umgeschaut und mit Mitarbeitern gesprochen. Seine Schlussfolgerungen und Empfehlungen wurden im Januar dieses Jahres vorgelegt. Ein Blick in ein Dokument, das etliche Missstände insbesondere bei der Personalverwaltung offenlegte.

Vor einem Jahr legte Jeannot Waringo seinen Bericht vor, in welchem er problematische Elemente in der Organisation des großherzoglichen Hofs aufführte – und erste Vorschläge zur Besserung der Situation machte. Zunächst bekam nur das Parlament den Bericht zu lesen, wenige Tage später wurde er dann veröffentlicht. Im Oktober befasste sich Lucien Montebrusco eingehend mit dem spektakulären Dokument und dessen Folgen. Ende September legte Premierminister Xavier Bettel dem Institutionsausschuss des Parlaments den Entwurf des großherzoglichen Erlasses vor, der Ordnung in die Personal- und Finanzverwaltung am großherzoglichen Hof bringen soll. Er übernimmt weitgehend die Empfehlungen aus dem Waringo-Bericht. Im Auftrag von Premierminister Xavier Bettel hatte sich der ehemalige Direktor der staatlichen Finanzinspektion Jeannot Waringo während Monaten am großherzoglichen Hof umgeschaut und mit Mitarbeitern gesprochen. Seine Schlussfolgerungen und Empfehlungen wurden im Januar dieses Jahres vorgelegt. Ein Blick in ein Dokument, das etliche Missstände insbesondere bei der Personalverwaltung offenlegte.

Ein Fall für zwei: Xavier Bettel (l.) und Jeannot Waringo (r.) haben im Februar 2020 den „Waringo-Rapport“ vorgestellt, der die Missstände am Hof benannte und Abhilfe schaffen soll 

Ein Fall für zwei: Xavier Bettel (l.) und Jeannot Waringo (r.) haben im Februar 2020 den „Waringo-Rapport“ vorgestellt, der die Missstände am Hof benannte und Abhilfe schaffen soll  Foto: Editpress/Didier Sylvestre

Die Aufgabe, die Waringo im Juni 2019 vom Regierungschef bekam, war klar und deutlich formuliert: Er sollte die Personalorganisation am Hof analysieren, ein neues Organigramm und eine klare Befehlskette erstellen. Insbesondere der angeblich raue Umgang mit Angestellten am Hof und die hohe Personalfluktuation hatten seit längerem für Negativschlagzeilen gesorgt. Zweiter wichtiger Auftrag für den versierten Finanzexperten: eine globale Analyse des Umgangs mit den öffentlichen Geldern am Hof.

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