Jurist zum Waringo-Bericht
„Ein System der Belästigung“
Da der Bericht die Tatbestände nur erahnen lasse, sollen laut dem Juristen auch die Gesprächsprotokolle veröffentlicht werden Foto: dpa/Jordan Raza
Ein vom Tageblatt befragter Jurist, der anonym bleiben möchte, bedauert, dass aus Sicht eines Arbeitsrechtlers einige Elemente im Bericht fehlen. Er räumt allerdings ein, dass Jeannot Waringo den Bericht aufgrund seiner Kompetenzen erstellt habe, die in erster Linie organisatorischer und finanzieller Natur sind. Ihm scheine, dass bei Hof ein regelrechtes „System der Belästigung“ vorherrsche, und erinnert daran, dass die Manager der französischen Télécom kürzlich verurteilt wurden, eben weil sie ein solches System im Betrieb vorantrieben.