Luxemburg
Ein Fünftel der Bevölkerung kämpfte während der Ausgangssperre mit Einsamkeit
Zu Beginn der Krise fühlte sich ein Fünftel der Luxemburger Bevölkerung einsam. Jeder vierte Bewohner war in den ersten Wochen der Corona-Krise weniger zufrieden als zuvor. Das schreibt die Statistikbehörde Statec am Freitag.
Symbolfoto: Pixabay
Während der Ausgangssperre am Anfang der Krise konnten viele Menschen ihre Familie und Freunde nicht sehen. Das scheint auch auf das Gemüt geschlagen zu haben. Mehr als 21 Prozent der Luxemburger Bewohner fühlten sich zu Beginn der Ausgangssperre einsam – zwischen April und Juni waren es 19 Prozent. Normalerweise kämpfen fünf Prozent der Bevölkerung mit diesem Problem. Das schreibt Statec am Freitag in einer Pressemitteilung. Die Statistikbehörde konnte in ihrer Umfrage feststellen, dass vor allem Studenten, unter 35-Jährige und weniger wohlhabende Personen Einsamkeit empfanden. Jeder vierte Bewohner gab an, sein Leben sei in den ersten Wochen der Corona-Krise weniger zufriedenstellend gewesen als zuvor.
Das Gefühl der Einsamkeit nahm während der Ausgangssperre in Luxemburg deutlich zu Quelle: Statec
Die Ausgangssperre hat sich nicht nur negativ auf die mentale Gesundheit ausgewirkt, sondern auch auf die finanzielle Situation der Menschen. Jeder sechste Bewohner musste mit weniger Einkommen weiterleben. Laut der Statec-Studie ist das Wirtschaftswachstum aber nicht unbedingt gleichbedeutend mit Wohlbefinden. Seit 2010 hat sich das Wohlbefinden in Luxemburg um ein Prozent verbessert – geringfügig nur, verglichen mit dem BIP-Wachstum (29,3 Prozent) und dem Pro-Kopf-BIP (12,1 Prozent) im gleichen Zeitraum. Die Korrelation zwischen den beiden Indikatoren ist daher sehr schwach.