Mobilität

E-Bike-Unfälle in Luxemburg: Was die Zahlen verraten

Wie häufig kommt es in Luxemburg zu Unfällen mit E-Bikes? Und was sind die häufigsten Verletzungen? Innenminister Léon Gloden nennt auf Anfrage des Piraten-Abgeordneten Sven Clement Zahlen für die vergangenen Jahre.

Zwischen 2021 und 2025 wurden in Luxemburg 73 E-Bike-Unfälle registriert

Zwischen 2021 und 2025 wurden in Luxemburg 73 E-Bike-Unfälle registriert Symbolfoto: dpa/Leonie Asendorpf

Elektrofahrräder erleichtern das Radfahren, schützen im Fall eines Unfalls jedoch nicht vor Verletzungen. In Luxemburg wurden zwischen 2021 und 2025 insgesamt 73 Unfälle mit E-Bikes registriert. Das geht aus der Antwort von Innenminister Léon Gloden (CSV) auf eine parlamentarische Anfrage von Sven Clement (Piraten) hervor.

Laut den vom Minister angeführten Statec-Daten wurden 2021 elf solcher Unfälle verzeichnet. Im darauffolgenden Jahr verdoppelte sich die Zahl auf 22. Danach zeigt sich ein Abwärtstrend: 2023 waren es 17 Fälle, 2024 zwölf und 2025 elf.

Bei fünf der 73 Unfälle blieben die Beteiligten unverletzt. Gab es Verletzungen, war die Altersklasse 55+ mit 21 Fällen am stärksten betroffen. Auch der einzige in diesem Zeitraum verzeichnete Todesfall entfiel auf die Altersklasse 55+.

Mehr Fälle in der Notaufnahme

Clement wollte zudem wissen, wie viele Menschen in den vergangenen Jahren nach E-Bike-Unfällen in die Notaufnahme kamen und wie oft die Unfälle zu Krankenhausaufenthalten führten. Der Innenminister bezieht sich in diesem Punkt auf Daten aus dem Retrace-Projekt – dem System zur Überwachung von Verletzungen und Unfällen in Luxemburg.

Demnach wurden zwischen 2019 und 2024 insgesamt 85 Personen im Zusammenhang mit E-Bike-Unfällen in einer Notaufnahme behandelt. Das Jahr 2019 verzeichnete dabei mit drei Fällen die wenigsten Fälle, gefolgt vom Jahr 2020 mit fünf. Es folgte ein deutlicher Anstieg auf 17 Fälle im Jahr 2021. Ab diesem Zeitpunkt stiegen die Zahlen leicht an: 20 Fälle 2022, 18 im Jahr 2023 und 22 im Jahr 2024.

Anzahl der Besuche in Notaufnahmen nach Verletzungen im Zusammenhang mit einem E-Bike-Unfall

Anzahl der Besuche in Notaufnahmen nach Verletzungen im Zusammenhang mit einem E-Bike-Unfall Quelle: Innenministerium/Retrace

Prellungen am häufigsten

Besonders betroffen war die Kategorie der 45- bis 54‑Jährigen. Ihr Anteil beträgt mit 23 von 85 Fällen insgesamt 27,1 Prozent aller erfassten Unfälle. Die übrigen Altersgruppen bewegten sich zwischen sieben und 13 Fällen.

Eine Einteilung nach Unfallschwere ist laut Gloden anhand der verfügbaren Daten nicht möglich. Bei den erfassten Verletzungen handelte es sich am häufigsten um Prellungen (40 Prozent), gefolgt von Wunden und Knochenbrüchen (jeweils 17,7 Prozent) sowie Gehirnerschütterungen und anderen Hirnverletzungen (12,9 Prozent). Verrenkungen oder Verstauchungen machten 7 Prozent aus, sonstige oder unbekannte Verletzungen 4,7 Prozent.

Anzahl der Besuche in Notaufnahmen nach Unfällen mit einem Elektrofahrrad nach Altersgruppen

Anzahl der Besuche in Notaufnahmen nach Unfällen mit einem Elektrofahrrad nach Altersgruppen Quelle: Innenministerium/Retrace

Lücken in der Erfassung

Der Minister weist darauf hin, dass nicht alle Krankenhäuser während des Untersuchungszeitraums kontinuierlich am Retrace-Projekt teilnahmen. Deswegen gelte Vorsicht bei der Interpretation der Zahlen. Krankenhausaufenthalte ließen sich zudem erst seit 2024 nach E-Bike-Unfällen erfassen. In dem Jahr seien fünf Fälle registriert worden.

Das Register der Todesursachen verzeichnete laut Gloden darüber hinaus sieben Todesfälle im Kontext eines Verkehrsunfalles für die Periode 2020 bis 2024. Aus den verfügbaren Daten gehe jedoch nicht hervor, ob die Todesfälle E-Bikes oder herkömmliche Fahrräder betrafen.

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