Luxtalent-report
Drei Viertel der Arbeitsmigranten in Luxemburg sind hochqualifiziert
Mehr als drei Viertel der Arbeitsmigranten, die 2023 erstmals nach Luxemburg kamen, verfügen über einen Universitätsabschluss, rund 60 Prozent sind jünger als 35 Jahre. 16 Prozent kommen aus den Nachbarländern, 21 Prozent aus anderen EU-Staaten, 13 Prozent aus Asien und zehn Prozent aus Afrika. Das geht aus dem rezent veröffentlichten zweiten Teil der Luxtalent-Studie hervor.
Isabelle Schlesser (Adem), CSV-Arbeitsminister Marc Spautz, DP-Wirtschaftsminister Lex Delles, Carlo Thelen (Handelskammer), Tom Wirion (Handwerkskammer) und andere Mitglieder des „Haut comité pour l‘attraction, la rétention et le développement des talents“ bei einer Pressekonferenz Ende Januar Foto: Editpress/Fabrizio Pizzolante
Am Montag veröffentlichte die Regierung den zweiten Teil der Luxtalent-Studie, die das von DP-Wirtschaftsminister Lex Delles geleitete „Haut comité pour l’attraction, la rétention et le développement des talents“ bei der öffentlichen Forschungseinrichtung Liser in Auftrag gegeben hatte (der erste Teil wurde Ende März publiziert). Daraus geht hervor, dass die Mehrzahl der Arbeitsmigranten hochqualifiziert sind – über drei Viertel (78%) von denen, die 2023 erstmals nach Luxemburg eingewandert sind, verfügen über einen Universitätsabschluss. Rund 60 Prozent sind jünger als 35 Jahre, ein Drittel arbeitet im Finanzsektor, jeweils ein Zehntel in der Dienstleistungs- und Wissenschaftsbranche und im Kommunikations- und Informatiksektor.
Fast 90 Prozent sprechen Englisch, die Hälfte Französisch, nur elf Prozent Deutsch. 16,3 Prozent der Neuankömmlinge stammen aus den Nachbarländern Deutschland, Frankreich und Belgien; aus Portugal und Italien kommen jeweils 11,5 Prozent. Die größte Gruppe, rund 21 Prozent, kommt aus anderen EU-Staaten, ihr Medianeinkommen liegt mit rund 7.000 Euro monatlich rund 2.000 Euro über dem der meisten anderen Einwanderergruppen. Arbeitsmigranten aus Drittstaaten kommen am häufigsten aus Indien und China, deren Anzahl sich in den vergangenen 20 Jahren verzehn- bzw. verfünffacht hat; nach Region kommen die meisten aus Subsahara-Afrika (5,8%), Süd- und Südostasien (5,5%), Südamerika (5,5%) und Nordafrika (4,1%). Weniger als drei Prozent stammen jeweils aus Zentral- und Ostasien, dem Mittleren Osten und Nordamerika oder Ozeanien. Unter den Portugiesen ist der Anteil an Hochqualifizierten (mit Uniabschluss) mit 48 Prozent am geringsten.